Ich will gründen

Gemeinsam mit Ihnen ebnen wir praxisnah den Weg zu Ihrer erfolgreichen Unternehmensgründung. Unser Experten-Team kümmert sich persönlich um die Beantwortung Ihrer Fragen.
Existenzgründungen tragen dazu bei, dass Innovationen und neue Ideen auf den Markt kommen, dass sich die regionale Wirtschaft ständig erneuert und dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden sowie im Falle von Übernahmen bestehende Arbeitsplätze erhalten bleiben. Grundlage für den erfolgreichen Aufbau einer selbstständigen Existenz sind umfassende Information, sorgfältige Planung und fachkundige Beratung.

Welche Idee planen Sie umzusetzen?

Der Schritt in eine Existenzgründung ist eine große Herausforderung. Um zukünftige Probleme zu vermeiden, sollten Sie sich im Vorfeld über Ihre persönliche Leistungsfähigkeit, Ihr soziales Umfeld und Ihre Motivation zur Selbstständigkeit klar werden. Anhand folgender Merkmale sollten Sie Ihre persönlichen Voraussetzungen kritisch prüfen:
  • Sind Sie unter dem Aspekt der kaufmännischen Vorsicht risikobereit?
  • Sind Sie neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen?
  • Verfügen Sie über körperliche und geistige Leistungskraft?
  • Sind Sie entscheidungskräftig? Können Sie Rückschläge verkraften?
  • Steht Ihre Familie hinter Ihrer Existenzgründung?
  • Denken Sie daran, dass Sie in den ersten Jahren nach der Gründung neben einem hohen Arbeitsaufwand in der Regel Abstriche bei den Einkünften, Ihren Urlaubsgewohnheiten und im Familienleben machen müssen.
Die Geschäftsidee – damit fängt alles an
Die erste Herausforderung, der Sie sich bei Ihrer Gründung stellen müssen, ist die Prüfung Ihrer Geschäftsidee. Dabei geht es immer um Fragen wie z. B. „Was will ich genau?“ oder „Kann ich diese Idee erfolgreich umsetzen?“. Je konkreter Ihre Antworten auf diese Fragen ausfallen, desto gezielter können Sie Ihren Plan umsetzen. Ein klar formuliertes Ziel vermeidet Irrwege und Missverständnisse bei allen Beteiligten.

Welcher Weg passt zu Ihnen?

Wer eine Existenzgründung plant, hat meist eine Neugründung vor Augen. Der besondere Reiz liegt in der Chance, das Unternehmen nach den eigenen Vorstellungen selbst aufzubauen. Doch dies ist nur einer von vielen Wegen, seine Geschäftsidee zu realisieren.
Möglichkeiten einer Existenzgründung sind:
  • Neugründung eines Unternehmens, auch im Direktvertrieb bzw. im Network Marketing
  • Selbstständigkeit im Rahmen des Franchising
  • Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder Teilhaberschaft (tätige Beteiligung)
Neugründung
Die Neugründung eines Unternehmens ist die häufigste Form der Existenzgründung. Wer ein Unternehmen neu gründet, muss sich auf dem Markt erst etablieren, Kunden gewinnen und gegen die Konkurrenz behaupten. In dieser Anlaufphase entstehen häufig Verluste. Gleichzeitig stehen dem Gründer aber alle Möglichkeiten offen, sein Unternehmen zu gestalten.
Um das unternehmerische Risiko zu verringern, besteht die Möglichkeit einer zunächst nebenberuflichen Existenzgründung. Dabei bleiben Sie in Ihrer bisherigen Beschäftigung und gehen in Ihrer freien Zeit einer selbstständigen Tätigkeit nach.
Franchising
Franchising ist eine enge geschäftliche Kooperation beim Vertrieb von Waren und Dienstleistungen. Franchisegeber und Franchisenehmer schließen einen Franchisevertrag, der den Franchisenehmer berechtigt, das Konzept zu übernehmen und einen bestimmten Namen oder eine bestimmte Marke zu führen. Der Franchisenehmer übernimmt mit dem Einstieg in ein Franchisesystem ein in der Regel erprobtes Konzept und kann damit sein unternehmerisches Risiko reduzieren.
Unternehmensübernahme
Auch durch den Erwerb eines bestehenden Unternehmens oder durch eine tätige Beteiligung können Sie sich selbstständig machen. Folgende Möglichkeiten erleichtern den Schritt in die Selbstständigkeit: Das Unternehmen ist auf dem Markt bereits etabliert, Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten sind aufgebaut, die Dienstleistung bzw. das Produkt des Unternehmens ist eingeführt, die Mitarbeiter sind eingearbeitet und der Nachfolger kann auf den Erfahrungen des Vorgängers aufbauen. Die Übernahme eines Unternehmens kommt in Betracht, wenn ein Unternehmer über keinen Nachfolger verfügt. Solche Unternehmen finden sich unter anderem in der Unternehmensbörse nexxt-change. Sie können in der Börse aber auch selbst ein Kaufgesuch aufgeben, in welchem Sie Ihr Profil als Unternehmensnachfolger darstellen.

Businessplan

Für die gründliche Vorbereitung einer Existenzgründung ist ein schriftlich ausgearbeiteter Businessplan (Unternehmenskonzept/Geschäftsplan) erforderlich. Auch wenn Sie Kredite und öffentliche Förderdarlehen beantragen möchten, müssen Sie einen ausgereiften Businessplan vorlegen.
Der Businessplan bestimmt die weitere Vorgehensweise und bietet eine Leitlinie, an der die Ziele und Aktivitäten ausgerichtet sind und laufend überprüft werden können. Durch einen soliden Businessplan können Sie die mit der Gründung verbundenen Risiken besser einschätzen. Gleichzeitig legen Sie mit dem schriftlichen Konzept die Basis für ein späteres Controlling Ihres Unternehmenserfolgs.
Jeder Businessplan beinhaltet entsprechende Planungsrechnungen. Ziel ist es, aus den groben Vorstellungen ein überschaubares Zahlengerüst zu erstellen. Die Planungsrechnungen können Sie auch bei Gesprächen mit Kreditinstituten und sonstigen Kapitalgebern verwenden, denn dort müssen Sie ein detailliertes und überzeugendes Gründungskonzept vorlegen. Bei einer Unternehmensgründung sollten Sie folgende Planungsrechnungen erstellen:
  • Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplanung
  • Umsatz- und Ertragserwartung (Rentabilitätsvorschau)
  • Liquiditätsplanung
Unser Online-Portal für Existenzgründer "Gründungswerkstatt Bodensee-Oberschwaben" unterstützt Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer Idee – kostenlos, vertraulich, unverbindlich.

Finanzierung

Nach der Ermittlung des Kapitalbedarfs taucht die Frage nach der Finanzierung auf – woher kommt das Geld? Zunächst einmal aus der eigenen Tasche, denn ohne Eigenkapital sollten Sie den Sprung in die Selbstständigkeit auf keinen Fall wagen. Vielleicht haben Sie Verwandte oder Freunde, die Ihnen finanziell helfen wollen? Oder Sie wenden sich an Ihre Bank oder Sparkasse (Kreditinstitut) um an staatliche Fördermittel zu gelangen.
Das Land Baden-Württemberg und der Bund unterstützen Unternehmensgründungen durch öffentliche Förderprogramme. In der Förderdatenbank finden Sie detaillierte Informationen zu Kredit-, Zuschuss- und Bürgschaftsprogrammen.
Außerdem steht bei der IHK Bodensee-Oberschwaben in Weingarten einmal monatlich jeweils ein Fachmann der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg für Fragen zur finanziellen Gewerbeförderung zur Verfügung. In kostenlosen Beratungsgesprächen können sich Existenzgründer und Unternehmer bei den Experten über öffentliche Finanzierungshilfen, Bürgschaften und Beteiligungen informieren.

Gewerbeanmeldung

In Deutschland besteht Gewerbefreiheit. Grundsätzlich kann jeder eine gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, erweitern oder beenden ohne Rücksicht auf Alter, Herkunft oder Ausbildung. Nur für bestimmte Gewerbezweige ist eine staatliche Erlaubnis mit oder ohne Sachkundenachweis vorgeschrieben. Allerdings besteht nach § 14 der Gewerbeordnung die Verpflichtung zur Gewerbeanmeldung. Die Gewerbeanzeige erfolgt am Sitz des Unternehmens bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbeamt). Als Zeitpunkt gilt das Datum, an dem Sie tatsächlich mit Ihrer Tätigkeit beginnen, zum Beispiel Ihr Geschäft eröffnen oder mit Akquisitionen in den Markt treten. Mit der Anmeldung erfolgt automatisch eine Mitteilung an das zuständige Finanzamt, die Berufsgenossenschaft, die Gewerbeaufsicht und die Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Wir unterstützen Sie gerne beim Ausfüllen der Gewerbeanmeldung.

Rechtsformen

Die Rechtsform eines Unternehmens hat weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Behandlung. Eine generelle Aussage, welche Rechtsform ideal ist, kann nicht getroffen werden. Die Rechtsformwahl ist beispielsweise abhängig davon, ob Sie das Unternehmen allein oder gemeinsam mit Geschäftspartnern betreiben möchten.
Betreiben Sie das Unternehmen allein, kommen als Rechtsform ein Einzelunternehmen oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) / eine Unternehmergesellschaft (UG) (haftungsbeschränkt) in Betracht. Betreiben Sie das Unternehmen gemeinsam mit anderen Personen, können eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (BGB-Gesellschaft), eine offene Handelsgesellschaft (OHG), eine Kommanditgesellschaft (KG) oder eine GmbH / eine UG gegründet werden.
Bevor Sie Ihr Gewerbe bei der Stadt bzw. der Gemeinde anmelden, müssen Sie sich für eine Rechtsform entscheiden. Gerne berät Sie Martina Schuler (Tel. 0751 409-168, E-Mail: schuler@weingarten.ihk.de), Expertin im Handels- und Gesellschaftsrecht, zu den einzelnen Rechts- und Gesellschaftsformen.

Soziale Absicherung

Die vom Staat garantierte soziale Sicherheit ist eines der wichtigsten Güter in einem Sozialstaat. Durch leistungsfähige Sozialsysteme wird gewährleistet, ein Leben frei von materieller Not führen zu können. Vor über 100 Jahren wurden die ersten Gesetze zur Regelung von Kranken-, Unfall- sowie Rentenversicherung beschlossen. Ergänzt um die Arbeitslosenversicherung im Jahre 1927 hat sich die soziale Sicherung über Jahrzehnte zu einem bewährten System entwickelt. Weiter ergänzt wurde dieses System durch die seit 1995 eingeführte Pflegeversicherung. Selbstständige sind grundsätzlich nicht vom sozialen Netz erfasst, da ihnen der Gesetzgeber ein hohes Maß an Eigenverantwortung unterstellt hat. Die bei einer Existenzgründung auftauchenden Fragen der sozialen Sicherheit zu beantworten, ist Ziel der Broschüre "Soziale Absicherung - Tipps für Mittelstand und Existenzgründer" des DIHK. Die Broschüre kann kostenfrei bei der IHK unter Tel. 0751 409-169 bestellt werden.

Persönliche Beratung

In einem persönlichen Beratungsgespräch haben Sie die Möglichkeit, die Details Ihres Vorhabens mit einem Fachmann unseres Hauses zu besprechen. Grundlage für ein persönliches Beratungsgespräch ist der vorab von Ihnen erstellte und bei uns eingereichte Businessplan. Das persönliche Beratungsgespräch kostet 60 Euro und dauert in der Regel eine Stunde. Bitte kommen Sie zur Vereinbarung eines Termins auf uns zu.
Ein persönliches Beratungsgespräch bieten wir Ihnen an folgenden Orten an:
IFB-Sprechtage
Gemeinsam mit dem Institut für Freie Berufe (IFB) bieten die IHKs Bodensee-Oberschwaben und Hochrhein-Bodensee Sprechtage für Freiberufler an. Damit finden auch Existenzgründerinnen und -gründer in freien Berufen mit ihren Fragen vor Ort einen Ansprechpartner. Das Beratungsangebot wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert. Die Termine finden Sie in unserer Veranstaltungsübersicht. Für ein Gespräch im Rahmen eines IFB-Sprechtags ist eine Anmeldung direkt beim IFB unter Telefon 0911 23565-22 erforderlich.
RKW-Sprechtage
Bei den RKW-Sprechtagen steht in regelmäßigen Abständen ein Fachmann des RKW Baden-Württemberg (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft) für eine betriebliche Erstberatung zur Verfügung.  Wichtigstes Instrument der Mittelstandsförderung ist hier die von den Bundesländern bezuschusste Unternehmensberatung. Eine kostenfreie Erstberatung des RKW findet bei der IHK Bodensee-Oberschwaben in Weingarten statt. Die Termine finden Sie in unserer Veranstaltungsübersicht.
Finanzierungssprechtag
Bei der IHK Bodensee-Oberschwaben steht einmal monatlich jeweils ein Fachmann der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg für Fragen zur finanziellen Gewerbeförderung zur Verfügung. Bei den kostenfreien Finanzierungssprechtagen können sich Existenzgründer und Unternehmer bei den Experten über öffentliche Finanzierungshilfen, Bürgschaften und Beteiligungen informieren. Für ein Gespräch im Rahmen eines Finanzierungssprechtags ist eine Anmeldung unter Telefon 0751 409-169 erforderlich. Die Termine finden Sie in unserer Veranstaltungsübersicht.

Seminare und Workshops

In der Phase vor der Gründung, während des gesamten Gründungsprozesses und darüber hinaus bieten wir Ihnen eine breite Palette an Dienstleistungen an. Sie finden ein umfassendes, ortsnahes und preiswertes Angebot an Seminaren und Workshops für Existenzgründerinnen, Existenzgründer und junge Unternehmen in unserer Übersicht "Existenzgründung: Seminare und Workshops 2017" - rechts unter "Weitere Informationen".

Weitere Quellen für guten Rat

  • Verschiedene Broschüren zum Bestellen, z. B. "Selbstständig machen – erste Überlegungen auf dem Weg zur Existenzgründung" (in deutsch, polnisch oder türkisch), "Selbstständigkeit im Vertrieb" und viele weitere interessante Broschüren finden Sie im DIHK-Shop.