Verkehrsbeschränkungen auf den österreichischen Transitrouten

Verkehrsbeschränkungen auf der Brennerbundesstraße

Auf der B 182 Brenner Straße wird ab Straßenkilometer 7,530 in der Gemeinde Schönberg bis Straßenkilometer 35,10 in der Gemeinde Gries am Brenner sowie auf der L 38 Ellbögenerstraße ab Straßenkilometer 10,350 (Kreuzung der L 38 Ellbögenerstraße mit dem Autobahnzubringer Patsch) in der Gemeinde Patsch bis Straßenkilometer 22,60 (Kreuzung der L 38 Ellbögenerstraße mit der B 182 Brenner Straße) in der Gemeinde Matrei am Brenner ein Fahrverbot für Lastkraftfahrzeuge (auch Sattelzugfahrzeuge) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t in beiden Richtungen verfügt bzw. für Fahrzeuge mit Anhänger.
Ausnahmen für den Verkehr mit Lkw (ohne Anhänger):
  • Zu- und Abfahrten für Ladetätigkeiten
    Bei diesen Fahrten ist der überwiegende Teil der Ladung (51 Prozent), im oben genannten Bereich abzuladen oder aufzunehmen. Der überwiegende Teil der Ladung hat jedoch mindestens 1.000 kg zu betragen.
  • Ziel und Quellverkehr
    Als Ziel- und Quellverkehr gelten Fahrten, die in dem zu Beginn genannten Bereich an einem gewerberechtlich bewilligten Stellplatz des Güternah- bzw. Güterfernverkehrs beginnen oder enden.
  • Fahrten mit Fahrzeugen des Straßendienstes und des Bundesheeres;
  • Fahrten mit Fahrzeugen, die Zustell- und Abholdienste im Bereich Stubaital durchführen, für den Abschnitt zwischen km 7,530 der B 182 Brenner Straße und der Abzweigung der B 183 Stubaitalstraße;
  • Fahrten mit Fahrzeugen des Pannenhilfsdienste und des Abschleppdienstes;
Ausnahmen für Kraftfahrzeuge mit Anhänger (gewichtsunabhängig):
  • Zu- und Abfahrten für Ladetätigkeiten
    Bei diesen Fahrten ist der überwiegende Teil der Ladung (51 Prozent), im oben genannten Bereich abzuladen oder aufzunehmen. Der überwiegende Teil der Ladung hat jedoch mindestens 1.000 kg zu betragen.
  • Ziel und Quellverkehr
    Als Ziel- und Quellverkehr gelten Fahrten, die in dem zu Beginn genannten Bereich an einem gewerberechtlich bewilligten Stellplatz des Güternah- bzw. Güterfernverkehrs beginnen oder enden.
  • Fahrten mit Fahrzeugen des Straßendienstes und des Bundesheeres;
  • Fahrten mit Fahrzeugen, die Zustell- und Abholdienste im Bereich Stubaital durchführen, für den Abschnitt zwischen km 7,4 der B 182 Brenner Straße und der Abzweigung der B 183 Stubaitalstraße;
  • mit Fahrzeugen von Gästen der Campingplätze im Stubaital
  • Fahrten mit Fahrzeugen des Pannenhilfsdienste und des Abschleppdienstes;
  • Lenker von Pkw und Kombinationsfahrzeugen mit Anhänger, die ihren ständigen Wohnsitz oder Firmenstandort im oben aufgeführten Bereich haben.
Vom Verbot sind außerdem Fahrten zu bzw. von der Kfz-Werkstätte Auer in Matrei zu Reparaturzwecken, sofern nach erfolgter und allenfalls durch geeignete Urkunden nachzuweisender Reparatur keine Fortsetzung der vor der Reparatur durchgeführten Fahrt aus Richtung Brenner kommend in Fahrtrichtung Innsbruck bzw. aus Richtung Innsbruck kommend in Fahrtrichtung Brenner, sondern lediglich eine Rückfahrt in Fahrtrichtung Brenner bzw. Innsbruck, auf der B 182 Brenner Straße erfolgt. Bei allen übrigen Fahrten zu Reparaturzwecken zur Kfz-Werkstätte Auer, die nicht unter die Ausnahme fallen, ist für die Zu- und Abfahrt die A 13 Brennerautobahn - Autobahnanschlussstelle Matrei zu benutzen.

Verkehrsbeschränkungen auf der Fernpassroute

Auf der Fernpassstraße B 179 zwischen km 0,00 in der Gemeinde Nassereith und km 47,957 in der Stadtgemeinde Vils ist das Fahren mit Lkw über 7,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht verboten.
Vom Verbot ausgenommen sind:
  • Fahrten mit Fahrzeugen des Straßendienstes, des Bundesheeres, des Pannenhilfsdienstes, des Abschleppdienstes sowie des öffentlichen Sicherheitsdienstes, Fahrten mit Fahrzeugen, die dem Einsatz in Katastrophenfällen oder unaufschiebbarer Reparaturen an Energieversorgungsanlagen dienen, sowie Fahrten mit Schulfahrzeugen im Rahmen der Ausbildung und Prüfung von Bewerbern um eine Lenkberechtigung
  • Fahrten im Ziel- oder Quellverkehr betreffend die Gebiete der Bezirke Imst, Innsbruck-Land, Innsbruck-Stadt, Landeck, Reutte; der Landkreise Biberach, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Oberallgäu, Ostallgtäu, Ravensburg, Unterallgäu, Weilheim-Schongau; der Städte Kaufbeuren, Kempten, Memmingen; der Gemeinde Samnaun; der Bezirks- und Talgemeinschaften Burggrafenam, Vinschgau.
Als Ziel- oder Quellverkehr gelten nach der Begründung der Landesregierung:
„Fahrten zum Zwecke der Durchführung von Be- oder Entladungen in den dort angeführten Regionen, sowie jene Fahrten, die dort den Ausgangs- oder Endpunkt haben, somit Fahrten, die in einer der oben genannten Regionen beginnen oder dort enden. – Folgende, beispielsweise genannten, Tätigkeiten und Dispositionen gelten jedenfalls nicht als, Ziel- oder Quellverkehr’ im Sinne der Ausnahmebestimmung der Fahrverbotsverordnung: Abgabe und Übernahme von Frachtdokumenten am Firmenstandort, Übernahme neuer Transportaufträge, Betankung des Fahrzeuges, Durchführung von Service- und Reparaturarbeiten.“
Reine Transitfahrten mit Lkw, die ihren Standort in einem der genannten Landkreise, Bezirke oder einer der Städte haben, sind also nicht mehr möglich.

Verkehrsbeschränkungen auf der Reschenpassroute

Auf der gesamten B 180 Reschenstraße (Fließ/A 12 Inntalautobahn, Abzweigung Landecker Tunnel, L 76 Landecker Straße – Nauders/Staatsgrenze am Reschenpass) ist das Fahren mit Lastkraftfahrzeugen (Lastkraftwagen, Lastkraftwagen mit Anhängern, Sattelkraftfahrzeuge und Sattelzugfahrzeuge) mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 t in beiden Richtungen verboten :
  • ausgenommen sind Fahrten, die dem Abschleppdienst, der Pannenhilfe, dem Einsatz in Katastrophenfällen oder dem Straßendienst dienen, sowie unaufschiebbare Fahrten mit Lastkraftfahrzeugen des Bundesheeres
  • ausgenommen sind Fahrten mit Lastkraftfahrzeugen, die im Bezirk Landeck (A), in den Talgemeinschaften Vinschgau und Burggrafenamt (I), im Unterengadin und in Samnaun (CH) be- oder entladen werden (Quell- oder Zielverkehr).
  • ausgenommen sind Fahrten mit Lastkraftfahrzeugen, die in den folgenden Gebieten be- und entladen werden (Quell- und Zielverkehr):
  1. im Land Vorarlberg
  2. im Fürstentum Liechtenstein
  3. in den Kantonen Graubünden (nördlich der Linie Chur – Davos; das sind die Gemeinden:
  4. Ardez, Calfreisen, Castiel, Chur, Conters i. P., Davos, Fanas, Felsberg, Fläsch, Fideris, Flims, Ftan, Furna, Grüsch, Guarda, Haldenstein, Igis, Jenaz, Jerina, Klosters-Serneus, Küblis, Laax, Langwies, Lavin, Lüen, Luzein, Maienfeld, Maladars, Malans, Mastrils, Pagig, Paist, Ramosch, Saas i. P., Samnaun, Says, Schiers, Scuol, Seewis i. P., Sent, St. Antönien, St. Ant.-Ascharina, St.Peter, Susch, Tamins, Tarasp, Trimmis, Trin, Tschlin, Untervaz, Valzeina, Zizers, Glarus, St. Gallen, Appenzell, Thurgau,
  5. in den Landkreisen Lindau, Ravensburg und Biberach, sofern die Ein- bzw. Ausreise über Vorarlberg erfolgt
  6. in den Landkreisen Bodenseekreis, Sigmaringen, Konstanz, Schwarzwald - Baar - Kreis, Tuttlingen und Rottweil
  7. in den Bezirks- und Talgemeinschaften Bozen, Salten - Schlern, Überetsch - Südtiroler Unterland
  8. in der autonomen Provinz Trient
  9. in der Region Venetien.
  10. Unter die Ausnahmebestimmungen (Quell- oder/und Zielverkehr) fallen nur jene Ladetätigkeiten, bei denen mehr als die Hälfte der Ladung – gemessen an Gewicht oder Menge – be- oder/und entladen wird.