Vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung

Wenn Auszubildende im Betrieb und in der Schule gute Leistungen zeigen (Notendurchschnitt von mindestens 2,4), können sie einen Antrag auf vorzeitige Prüfungszulassung stellen. Bei der Berechnung des Notendurchschnitts zählen aber nur die berufsrelevanten Fächer wie beispielsweise Wirtschafts- und Sozialkunde. Wird die Ausbildung in einem Beruf absolviert, bei dem der Lehrplan der Berufsschule nach Lernfeldern strukturiert ist, erfolgt die Durchschnittsberechnung nach folgender Gewichtung: Berufsfachliche Kompetenz 60 Prozent, Projektkompetenz und Wirtschafts- und Sozialkunde jeweils 20 Prozent.
Der Antrag auf vorzeitige Prüfungszulassung zielt darauf ab, sechs Monate vor dem regulären Prüfungstermin zur Prüfung zugelassen zu werden (§ 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz).
Anträge auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung sind jeweils zu den allgemeinen Anmeldeterminen zu stellen, die für die Abschlussprüfung festgelegt und von der IHK bekannt gemacht werden.
Der Antrag auf vorzeitige Zulassung hat, im Gegensatz zum gemeinsamen Antrag auf Kürzung der Ausbildungszeit, keine Auswirkung auf die im Berufsausbildungsvertrag vereinbarte Laufzeit. Das Ausbildungsverhältnis endet mit bestandener Abschlussprüfung.