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PRESSEMELDUNG 02.02.2012

IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn: Höhenflug hält an

Die Wirtschaft in der Region läuft weiter auf Hochtouren. Ein negativer Effekt der Schuldenkrise ist in Bodensee-Oberschwaben noch nicht zu spüren. Erneut beurteilen fast zwei Drittel der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, nur 4 Prozent geht es schlecht. Auch die seit Herbst eingetrübten Geschäftserwartungen haben sich stabilisiert. Aktuelle zeigen sich die Unternehmen vorsichtig optimistisch. Der IHK-Konjunkturklimaindex* bleibt damit unverändert bei 133 Punkten.

Weingarten - „Nach dem Einbruch der Erwartungen vor vier Monaten haben wir die Auswertung unserer IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresauftakt mit Spannung erwartet“, so Heinrich Grieshaber, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben, und freut sich über die Ergebnisse: „Die Wirtschaft in der Region Bodensee-Oberschwaben zeigt sich unbeeindruckt von allen Konjunkturrisiken in sehr guter Verfassung.“ Tatsächlich hat sich in den vergangenen Monaten die Geschäftslage nicht verschlechtert, ganz im Gegenteil. 65 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut, nur 4 Prozent berichten von einer schlechten Geschäftslage. Damit liegen die Antworten seit fast einem Jahr unverändert hoch auf Boomniveau. „Das Wachstumstempo verlangsamt sich zwar, Anzeichen einer Rezession sehe ich aber nicht“, so der Präsident. Trotzdem sei das Bangen um den Euro auf Dauer nicht hinnehmbar. „Die Probleme der Eurozone müssen seitens der Politik schnell und nachhaltig gelöst werden. Die gut laufende Realwirtschaft ist allemal ein Ansporn für diesen Kraftakt“, fordert Grieshaber.

Die Geschäfte sind schwungvoll weitergelaufen und das insgesamt hohe Umsatzniveau hat dazu geführt, dass sich die Ertragslage in fast allen Branchen deutlich verbessert hat. Auch die Auftragseingänge bleiben auf dem Niveau vom Herbst 2011, hier sind keine weiteren Einbußen zu erwarten. Sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland erwarten die Unternehmen fortlaufend gute Geschäftsabschlüsse.

Dementsprechend optimistisch planen die Unternehmen ihre Investitionen. Jedes dritte Unternehmen möchte in 2012 mehr, jedes zweite in ähnlichem Umfang wie in 2011 investieren. 35 Prozent dieser Unternehmen nehmen Geld in die Hand, um ihre Kapazitäten zu erweitern. Dieser vergleichsweise hohe Wert ist ein Beleg für die Expansionsabsichten der regionalen Wirtschaft.

Auch bei der Personalplanung stehen die Zeichen auf Wachstum. 30 Prozent der Unternehmen in Bodensee-Oberschwaben benötigen personelle Verstärkung, nur 4 Prozent müssen über Personalabbau nachdenken. Auch diese Angaben entsprechen Spitzenwerten in Hochphasen der Konjunktur. Seit Monaten pendelt die regionale Arbeitslosenquote um die drei Prozent, der Arbeitsmarkt ist quasi leergefegt. Die Verfügbarkeit von Fachkräften bleibt damit für die Unternehmen ein hohes Risiko für die eigene Entwicklung. 

Hintergrundbericht und Grafiken finden Sie unter "Mehr zu diesem Thema":

  • Hintergrundbericht: Blick in die Branchen. Detaillierte Umfrageergebnisse erlauben ein differenziertes Bild für die einzelnen Branchen der Region.
  • Grafik 01: Höhenflug hält in Bodensee-Oberschwaben an: Geschäftslage und erwartete Geschäftsentwicklung weiter stabil.
  • Grafik 02: Blick in die Branchen: Entwicklung der Geschäftslage, erwartete Geschäftsentwicklung, Investitionsabsichten und Beschäftigungsabsichten im Vergleich zur vorigen IHK-Konjunkturumfrage.

*An der Konjunkturumfrage „Jahresbeginn 2012“ haben sich 323 Unternehmen aus der Region Bodensee-Oberschwaben beteiligt. Aus den Umfrageergebnissen zur aktuellen Geschäftslage und den in die Zukunft weisenden Erwartungen berechnet die IHK Bodensee-Oberschwaben den IHK-Konjunkturklimaindex . Er spiegelt das Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage in einem Wert wider und ist ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung. Der langfristige Durchschnitt des Indexes der Region Bodensee-Oberschwaben beträgt 113,1 Punkte (Rückrechnung bis Anfang 1998).
IHK-Saldenindikatoren werden als Saldo der positiven und negativen Antworten zu den jeweiligen Fragen ermittelt und können demnach zwischen -100 und +100 Prozentpunkten liegen. Ein Indikator von Null zeigt an, dass sich die positiven und negativen Antworten genau die Waage halten.

DOKUMENT-NR. 80564

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Industrie- und Handelskammer
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Telefax 0049-(0)751 409-159
E-Mail: info@weingarten.ihk.de

16.05.2012

EU-Klimapolitik muss verlässlich bleiben

Die Klimaschutz-Ziele der Europäischen Union schienen geklärt, die für ihre Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Doch nun mehren sich Vorstöße, die Zielmarken heraufzusetzen und die Regeln für den Emissionshandel zu verschärfen – einmal mehr im europäischen Alleingang. Der DIHK warnt nachdrücklich davor, den Unternehmen in Europa Planungs- und Rechtssicherheit vorzuenthalten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.